// MENTALE GESUNDHEIT

Bei meinem Impulsvortrag zum Thema „Mental Health im Verein und im Nachwuchssport“ bei der Jahrestagung der Thüringer Sportjugend versuchte ich folgende Punkte besonders herauszustellen:

🔈 Sport kann auch negative Auswirkungen auf die mentale Gesundheit haben (nicht nur im Leistungssport).
🔈Das verstärkte Gesundheitsbewusstsein der Heranwachsenden bietet einen guten Ansatzpunkt, das Thema mentale Gesundheit auch im „Sport für jedermann“ zu berücksichtigen und Angebote zu machen.
🔈Mental stark heißt nicht zwangsläufig mental gesund – gezeigte mentale Stärke kann auch Maskierung für ein niedriges Level der mentalen Gesundheit sein.
🔈Mentale Gesundheit ist nicht in „gesund/krank“ zu unterscheiden – sondern sie ist als ein Spektrum zu sehen , in dem sich Menschen nuanciert mit all ihren positiven und negativen Einflüssen, aber auch mit und ohne Erkrankungen wiederfinden.


Das positive Feedback und die Tatsache, dass auch viele junge Vertreterinnen aus Vereinen und Institutionen die Veranstaltung besuchen und mit gestalten macht Hoffnung auf eine weitere positive Stärkung des Themas im Sport.

[Q: Keyes, C./ Dietrich, N./ Seemüller, J.]

// RESILIENZ

aus dem Workshop „Resilienz“ für TÜV SÜD Akademie (Vertriebsteam)

Sind die Teilnehmenden meines Workshops zum Thema Resilienz jetzt resilienter als zuvor?

Nein, das sind sie sicher nicht – aber das war weder das Ziel, noch der Anspruch meines Workshops mit Vertriebsmitarbeitenden der TÜV SÜD Akademie in der vergangenen Woche.


Mein Ziel war es, vor allem in folgenden Punkten einen Mehrwert mitzugeben:

📌 Grundlagen und Grundverständnis von Resilienz
– Definition und Abgrenzung von Resilienz, insbesondere vom Resistenzbegriff
– Einordnung als Prozess der aktiven Auseinandersetzung mit Belastungen und Stress- bzw. Risikofaktoren in Verbindung mit Empfindsamkeit und Selbstreflexion
– Klarheit auch darüber, dass die Stärkung von Resilienz nicht zum Ziel hat, noch mehr Belastungen und Herausforderungen zu bewältigen, sondern mit dem, was auf uns alltäglich einwirkt, sensibel umgehen zu können und sowohl stabil als auch flexibel zu sein
– Betrachtung von Resilienz individuell und auf Teams bzw. Organisationen bezogen

📌 Übungen und Tools aus den Kompetenzfeldern der Resilienz
– praktische Übungen und damit verbundene Reflexionen aus den acht Kompetenzfeldern*
– Tools zum Ausprobieren und zur Integration in den Alltag, die zur Entwicklung eines stabilen und zugleich adaptiven Umgangs mit Belastungen beitragen.
– Aufzeigen lösungsorientierter Ansätze für die Arbeit im Teamkontext

📌 Veranschaulichung und Verdeutlichung anhand von Beispielen aus dem Leistungs- und Profisport
– Einbindung meiner Erfahrungen als Trainer von Teams und Sportlern im Leistungssport mit Beispielen und anhand von Parallelen zu Alltag und Unternehmenskontext

Ich habe mich sehr gefreut, dass es im Workshop neben neugierigem Ausprobieren der Übungsinhalte und interessiertem Mitmachen vor allem lebhaften und konstruktiven Austausch gab.

Das durchweg positive Feedback und die wertschätzenden Rückmeldungen zeigen mir, wie bereichernd dieser gemeinsame Lernprozess für alle Beteiligten war.

* Kompetenzfelder der Resilienz – nach: Amann, E.G. & Egger, A.

//INDIVIDUELLE RESILIENZ

aus dem Webinar „Individuelle Resilienz“ für die AOK BW

The greatest glory in living lies not in never falling, but in rising every time we fall.

N. Mandela

Definition und drei Fakten aus der Resilienzforschung

„Resilienz ist die Aufrechterhaltung oder schnelle Wiederherstellung der psychischen Gesundheit während und nach Widrigkeiten.“ (R. Kalisch)

Drei Fakten aus der Resilienzforschung

Fakt 1: Menschen entwickeln sich unterschiedlich trotz gleicher oder ähnlicher Herausforderungen. Die Entwicklung oder Stärkung von Resilienz erfolgt dabei aufgrund einer aktiven Auseinandersetzung mit der Umwelt und Ereignissen – sie ist ein Lernprozess.

Fakt 2: Einerseits führt das Einwirken von Stressoren (Risikofaktoren) auf ein Individuum dauerhaft zu genetischen Veränderungen andererseits lassen sich bei Individuen nach erfolgreichem Umgang und stabilem Umgang mit Stressoren sogar noch größere genetische Veränderungen nachweisen. Es handelt sich also bei Resilienz auch um einen Anpassungsprozess des Organismus, der es ihm ermöglicht, sich weiter normal zu verhalten.

Fakt 3: Ein Reiz allein bestimmt nicht die Reaktion eines Individuums bzw. durch den Organismus. Massgeblich ist die Bewertung, der Umgang mit diesem Reiz oder Stressor. Die Einstellung spielt also eine wichtige Rolle in diesem Zusammenhang und kann mitbestimmen, wie die Wirkung von Reizen und Stressoren ausfällt.

(Quelle: Kalisch, R. (2020): Der resiliente Mensch. Wie wir Krisen erleben und bewältigen. München: Piper)

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//TEAMRESILIENZ

Comeback mit Teamresilienz

Nach zwischenzeitlich 27 Punkten Rückstand (selbst im Basketball eine „Hypothek“) konnte das Team aus Kaunas ihr Spiel gegen Milan noch drehen und am Ende mit 85-82 gewinnen.

Comebacks wie dieses, insbesondere nach großen Rückständen oder wenn Schlüsselspieler vorzeitig auf die Bank müssen, können eine gute Teamresilienz sichtbar machen.

Da der Gameplan mit Sicherheit nicht einen so großen Rückstand vorsah, musste die Mannschaft aus Kaunas eine besonders hohe und unerwartete Herausforderung bewältigen und unter schwierigen Umständen durchhalten — ein Merkmal von guter Teamresilienz…

Teamresilienz bedeutet:

1 – die Fähigkeit eines Teams, angesichts schwieriger Umstände durchzuhalten und weiterhin so gut wie möglich zusammenzuarbeiten
2 – als Team gesunde und produktive Fähigkeiten zu entwickeln, die es ermöglichen, Krisen und Herausforderungen zu bewältigen
3 – die Nutzung individueller und kollektiver Ressourcen zur positiven Anpassung
4 – einen dynamischen Prozess, der eine Gruppe von Individuen vor möglichen negativen Auswirkungen von Stressoren schützt, denen sie gemeinsam begegnen
(Hettenkofer 2022 & Morgan, Fletcher, Sarkar 2013)

Wie können wir Teamresilienz fördern und unterstützen?

Unter anderem indem wir Stärken bzw. Kompetenzen sichtbar machen:

1 – Bewusstsein der Teammitglieder für die eigenen Kompetenzen stärken (Selbstreflektion)
2 – Austausch und Wertschätzung der Kompetenzen durch die anderen Teammitglieder
3 – Bewusstmachen der Teamstärken – bzw. Kompetenzen, die aus den individuellen Stärken entstehen können (auch unter Nutzung bereits vorhandener Erfahrungen)
(Hettenkofer 2022)


Auf Youtube: https://lnkd.in/erFmywSc

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//MENTALE GESUNDHEIT

…FÜR LEHRKRÄFTE (BEIM SMHS 2025)

„Man kann nicht aus einem leeren Becher einschenken – Kümmere dich zuerst um dich selbst.“ – das war unser Einstieg in den Workshop „Mentale Gesundheit für Lehrkräfte“ beim Sports, Medicine and Health Summit in Hamburg. Zum Projekttag „School meets Health“ waren Lehrkräfte eingeladen, sich zu den Schwerpunkten „Bewegter Unterricht“ und „Lehrkräftegesundheit“ fortzubilden und sich auszutauschen.
Im Workshop haben wir mit Hilfe von kleinen Übungen verschiedene Tools aus den Bereichen Stressmanagement, Resilienz und Achtsamkeit ausprobiert. Für zu Hause konnten sich die Teilnehmenden weitere Werkzeuge aus diesen Bereichen mitnehmen und haben nun die Möglichkeit, diese in den Alltag zu integrieren.
Wir haben auch darüber gesprochen, dass nicht alle Tools und Möglichkeiten zur Stärkung der mentalen Gesundheit in den Berufsalltag der Lehrkräfte integriert werden können und auch die Politik hier in der Pflicht gesehen wird, entsprechende Verbesserungen zu ermöglichen. Trotz oder vielleicht auch wegen steigender Anforderungen, Mangel an Personal und überbordender Bürokratie ist es wichtig, immer wieder das Bewusstsein dafür zu stärken, dass Lehrkräfte nur die nötige Energie und Kraft zur angemessenen Betreuung anderer aufbringen können, wenn sie selbst im psychischen Gleichgewicht und mental gesund sind.
Ich hoffe, der Workshop konnte hierfür sensibilisieren und gute Impulse mitgeben…und vielleicht gibts ja eine Fortsetzung in 2026…

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//RESILIENZ STÄRKEN

Zum Jahreswechsel: Wie gute Vorsätze unsere Resilienz stärken können.

Obwohl Neujahrsvorsätze oft belächelt werden, können sie unsere Fähigkeit zu Aufrechterhaltung und Wiederherstellung der psychischen Gesundheit (Resilienz) stärken, wenn sie richtig formuliert und angegangen werden. Vorsätze und Ziele sind Teil der Zukunftsorientierung, einer der sieben Säulen der Resilienz. Der Entschluss, ein Ziel zu verfolgen, die Visualisierung und Umsetzung sowie erzielte Erfolge wirken dabei positiv und helfen, sich selbst als Gestalter seines Lebens zu wahrzunehmen.

Die Stärkung der Eigenverantwortung und der Selbstwirksamkeit durch diese Prozesse kann unsere Resilienz verbessern.

Um Vorsätze erfolgreich umzusetzen, sollten folgende Punkte beachtet werden:
1. Klare Ziele setzen (SMART-Regel): Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch, Terminiert.
2. Warum hinter dem Ziel verstehen: Das „WARUM“ hinter dem Ziel ist wichtig.
3. Fokus auf wenige Ziele: Weniger Ziele oder ein wichtiges Ziel setzen.
4. Teilziele definieren: Teilziele erleichtern den Prozess „step by step“.
5. Visualisierung und Planung: Visualisiere die Transformation und plane den Prozess.
6. Ersten Schritt machen: Sofort mit einem ersten Schritt beginnen.
7. Fortschritte überprüfen und feiern: Fortschritte regelmäßig überprüfen und feiern.

Nach Erreichen eines Ziels oder Teilziels ist es wichtig, darüber zu reflektieren und diesen Erfolg für sich selbst als Bestätigung zu bewerten und damit die Selbstwirksamkeit zu stärken.

Wie haltet ihr es mit den guten Vorsätzen und Zielen? Wie sind eure Erfahrungen?

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch und ein gesundes, friedliches und zielstrebiges neues Jahr 😉

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//Resilienz stärken

Wie können wir unsere Resilienz auch während der Feiertage stärken?

Die Feiertage und die bevorstehenden freien Tage können für Menschen, die wenige soziale Kontakte haben oder generell mit Einsamkeit kämpfen, eine besonders herausfordernde Zeit sein. Die psychische Belastung kann in dieser Zeit stärker wahrgenommen werden als im normalen Alltag. Ein Grund dafür kann der Unterschied zwischen der idealisierten Erwartung eines freudvollen Festes im Kreis der Familie und der Realität sein. Auch die begrenzten Möglichkeiten der sozialen Interaktion aufgrund der Feiertagsruhe in vielen Institutionen oder der Mangel an tiefgründigen Beziehungen können das Gefühl der Einsamkeit verstärken und die Psyche belasten.

Eine der sieben Säulen der Resilienz, die Netzwerkorientierung, kann uns helfen, unsere Resilienz zu stärken und besser mit dieser schwierigen Situation umzugehen. Aber was können wir konkret tun?

Zunächst können wir unsere bestehenden Kontakte pflegen, uns nach anderen erkundigen und unsere Hilfe anbieten. Wichtig ist, dass wir bereit sind, uns Zeit für andere zu nehmen und tiefgründige Kommunikation zu ermöglichen. Für Betroffene selbst gilt es, über den eigenen Schatten zu springen, Kontakte zu aktivieren und um Unterstützung zu bitten. Das Unterstützen anderer kann uns ebenso wie das Annehmen von Unterstützung helfen, unser Netzwerk zu stärken und uns für zukünftige schwierige Situationen sicherer zu fühlen. Beides kann auch unser Empfinden für Sinnhaftigkeit und unsere Erwartung, das eigene Leben gestalten zu können, stärken.

Also, zögert nicht, jemanden anzurufen, der sich in diesen Tagen einsam fühlen könnte. Pflegt eure Kontakte und Beziehungen und fragt aktiv nach Unterstützung. Für diejenigen, die über keinerlei hilfreiche Kontakte verfügen, gibt es unter https://lnkd.in/e9bkmbtg zahlreiche Hinweise und Kontakte, die Unterstützung bieten können.

Ich wünsche euch allen friedliche und schöne Feiertage.